[Rezension] Fifty Shades of Grey von E.L. James
Das Buch
Als Ana bei einem Interview für ihre kranke Freundin einspringt, ahnt sie nicht, was sie erwartet: Ihr Interview-Partner ist der 27jährige, steinreiche Christian Grey, der sie sofort in seinen Bann zieht. Doch Christian ist anders als andere Männer: Seine Beziehungen drehen sich um Dominanz und Unterwerfung, um Strafe und Belohnung. Er will Ana - aber nur zu seinen Bedingungen. Als er ihr einen ellenlangen Vertrag vorlegt, der die Bedingungen ihrer Beziehung regelt, weiß sie nicht, wie sie reagieren soll: Soll sie sich auf diesen attraktiven und faszinierenden Mann einlassen oder lieber so schnell und weit wie möglich wegrennen?
Dieser Vertrag regelt beispielsweise, dass sie Christian nicht in die Augen sehen darf, dass sie ihn mit “Mr. Grey” oder “Sir” anzusprechen hat, was und wie oft sie zu essen hat, wie viel sie schlafen muss und so weiter. Außerdem legt der Vertrag fest, dass Christian sie bestrafen darf, wie es ihm beliebt - aber auch, dass sie jederzeit mittels eines Codeworts alles abbrechen kann.
Meine Meinung
Ein BDSM-Roman, entstanden aus einer Twilight-Fanfiction, löst einen weltweiten Hype aus? Das klingt so absurd, das musste ich lesen. Die deutsche Leseprobe (pdf) hat mich dann überzeugt, nicht auf Erscheinen des deutschen Buchs zu warten, sondern das englische eBook zu lesen.
Das Buch liest sich sehr flüssig, was wohl auch am eher eingeschränkten Wortschatz der Autorin liegt. Die permanenten Wortwiederholungen fangen irgendwann an zu nerven, ich weiß nicht wie oft ich Ausdrücke wie “Jeez”, “inner goddess” oder “Don’t bite that lip” gelesen habe.
Inhaltlich geht es vor allem um Sex - entschuldigung, harten Sex, anderen macht der gute Christian ja nicht. Dann aber irgendwie doch - denn mit Ana ist ja alles anders als mit anderen Frauen. Über BDSM wird viel geredet, es passiert jedoch (fast) nichts, abgesehen von ein paar Drohungen und ein bisschen fesseln. Okay, einmal wird eine Reitgerte eingesetzt, aber hauptsächlich zum streicheln.
Im Laufe des Buchs bekommt man mehr und mehr den Eindruck, Christians Obsession sei Folge einer psychischen Störung, die geheilt werden müsse. Das hinterlässt bei mir dann doch einen bitteren Nachgeschmack - es soll doch bitte jeder Mensch tun und lassen können, was er will, ohne dafür den Stempel aufgedrückt zu bekommen, er sei psychisch krank.
Nichts desto trotz habe ich das Buch sehr schnell zu Ende gelesen - etwas muss mich ja doch dazu bewegt haben, Seite um Seite zu verschlingen. Irgendwie wollte ich doch immer wissen, wie es weitergeht. Vermutlich werde ich Band 2 und 3 auch noch lesen um zu wissen wie es weitergeht, aber da reicht es mir, auf Erscheinen der deutschen Ausgabe zu warten.
Meine Bewertung
3/5 Sternen



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